
Ornament
Musik ist im besten Fall immer der Soundtrack zu irgendwas, meistens dem eigenen Leben, und so hält sie immer für den jeweiligen Abschnitt her. Um Bezugspunkte geht es auch bei der Hamburger Band `Ornament`, jedoch nicht um schnellen Wechsel. Die Koordinaten sind klar: einerseits der Song, der in seiner einfachsten Form funktionieren soll, wie schon bei den alten Bootlegs von Bob Dylan oder dem großen Neil Young, sozusagen als Destillat der späteren aufgemotzen Version, wenn der Boden vibriert und Gitarrenholz splittert. Andererseits um einen deutschen Tribut an Joy Division oder auch The Cure, der die Düsternis seinen Freund nennt. Die Texte scheben um Verlorenheit und Zweifel, um Weite und Zerrissenheit, um Extase und um: Liebe.
Ornament sind Felix Wiesner (Tenfold Loadstar), der die Stücke schreibt und produziert und Lars Horl (Mastino/Go Plus) am Schlagzeug. Akustikgitarre trifft Schlagwerk, karg, reduziert und nah, aber auch: donnernder Bass und schneidende E-Gitarre eingebettet im wall of sound.

